| Bidenhänder | Katzbalger | Dolche |
| Anderthalbhänder | Hiebmesser | Dussack |
Aus dem Kürißschwert, einem ca. 900 mm langen mit Faustschutzbügel und verlängertem Griff mit starkem Knauf versehenem Schwert, entwickelte sich im 14. Jhd. bei den Schweizern und den deutschen Landsknechten ein besonderes Schlachtschwert, der "Bidenhänder". Dieser besaß eine sehr lange und breite Klinge, die gerade oder geflammt sein konnte. Das Gefäß hatte einen sehr langen Griff mit langen, an den Enden gebogenen Parierstangen und zumeist Faustbügeln. Jüngere Modelle (16. Jahrhundert) hatten an der Klinge Parierhaken, hakenförmige Ansätze vor der Parierstange. Griff und Fehlschärfe waren waren von diesen Parierhaken an mit Leder oder Samt überzogen. Zum Gebrauch dieser Waffe waren große Fertigkeit und Übung erforderlich, daher mußte der Träger durch das Zeugnis eines "Meisters vom langen Schwert" nachweisen, daß er in der Lage war mit dieser Waffe umzugehen. Solche Männer erhielten doppelten Sold und ihre Aufgabe war es eine Bresche (daher auch der Ausdruck Gassenhauer) in den gegnerischen Spießerwall zu schlagen aber auch als eigene Rotte den Schutz der Fahne oder des Obersten zu übernehmen.

Landsknecht mit Bidenhänder und Katzbalger
Ein durchschnittlicher Bidenhänder wiegt zwischen 2,8 und 5kg und ist zwischen 1,50 und 1,80m lang. Trotz dieser mächtigen Ausmaße lässt sich mit dem Bidenhänder mit Hilfe der Fehlschärfe hervorragend fechten. Gegen Spieße und andere Stangenwaffen fasst man den Bidenhänder komplett am Griff. Zudem ermöglichen die Parierhaken spezielle Manöver mit den ein geübter Fechter einen Spießwall durchdringen kann.