Gugeln, mal anders

Die am einfachsten herzustellende Kopfbedeckung ist die Gugel. Allerdings wurde diese in ihrer normalen Tragweise zur Zeit der Renaissance nur noch von einfachen Schichten und als Trauerkleidung getragen (und dann naturgemäß in schwarz).
In anderer Tragweise war sie jedoch zumindest im 15. Jhdt. noch in Mode.

Als Material besorgt man sich dicken Wollstoff. Wenn der Stoff ausreichend dick ist, kann man sich das Säumen sparen. Bei einer Stoffbreite von 1,5 m reichen 1,5 - 2 m vollkommen aus.

Dann schneidet man die Form doppelt aus und umnäht sie (Gesichts- und Kopfloch natürlich nicht). Danach noch die Naht versäubern und ggfls. (je nach Stoffdicke) die Öffnungen säumen.

Dann gehts ans Aufsetzen:

Zunächst wird mal der Rand vor der Gesichsöffnung locker umgekrempelt und zwar leicht schräg in Richtung Zipfel (oder auch Sendelbinde)

Dann die ganze Sache mit dem Kopfloch voran aufgesetzt.

Das Ganze sollte jetzt etwa so aussehen. Halsausschnitt nach rechts/hinten, Sendelbinde nach links.

Jetzt das Halsstück hübsch Richtung rechte Schulter drappieren.

Die Sendelbinde kann natürlich auch hochgesteckt werden

Zur Verfügung gestellt von Dirk Rabenschlag von markoschenheim.de