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Der deutsche Bauernkrieg (1524/1525)

Übersicht:
I. Die ökonomische Lage und der soziale Schichtbau Deutschlands (S.1/2)
II. Vorläufer des großen Bauernkriegs zwischen 1493 und 1517 (S.2/3)
III. Der Adelsaufstand (S.3/4)
IV. Der Schwäbisch-fränkische Bauernkrieg (S.4/5/6/7)
V. Der thüringische, elsässische und österreichische Bauernkrieg (S.7/8)
VI. Folgen des Bauernkriegs (S.8)
VII. Einfluß der Reformation auf den Bauernkrieg (S.8/9)
VIII. Quellenkritik (S. 9/10)
IX. Quellenangaben (S.10)

I. Die ökonomische Lage und der soziale Schichtbau Deutschlands:

Das deutsche Gewerbe und damit der Handel erlebten im 14. /15. Jh. einen Aufschwung, was zum einen auf die wachsende Weberei- und an die Kunst streifende Industrie (Gold- und Silberarbeiter, Bildhauer, Kupferstecher) zurückzuführen ist, als auch auf Erfindungen wie den Buchdruck und die Einführung des Schießpulvers.
Dadurch dass sich der Handel mangels Infrastruktur größtenteils auf die Küsten- bzw. Flußschiffahrt und auf die großen Handelsstraßen von Augsburg und Nürnberg über Köln nach den Niederlanden und über Erfurt nach dem Norden beschränkte, kamen abseitige Städte und Dörfer mit dieser Entwicklung nur wenig und die Landbevölkerung -abgesehen vom Adel- gar nicht in Berührung.
In dieser Zeit begannen aus den großen Reichslehenträgern, dem hohen Adel, fast unabhängige Fürsten hervorzugehen, die nur noch bedingt vom Kaiser abhängig und im Besitz der meisten Hoheitsrechte waren, sodass sie Steuern ausschreiben, Kriege führen und stehende Heere haben durften. Durch ihren gestiegenen Geldbedarf wuchsen auch die Abgaben, die meist die Bauern tragen mußten, da die Städte durch ihre Privilegien oft geschützt waren.
Der mittlere Adel konnte sich entweder zu kleineren Fürsten emporschwingen oder aber er sank zum niederen Adel herab. Dieser und die Ritterschaft verarmten, da zum Beispiel die Bedeutung der Ritter in der Kriegführung aufgrund des steigenden Einsatzes von Feuerwaffen sank und auch ihre Burgen durch das Schwarzpulver einnehmbar wurden. Um die Armut abzuwenden, erfanden auch sie neue Abgaben, Zinsen und Leistungen, die die Bauern abzuliefern hatten. Der niedere Adel lag aber auch mit den Fürsten wegen seiner Unabhängigkeit, die er entweder zu erreichen oder zu wahren versuchte, im Streit und die Geistlichkeit beneidete er um er deren Güter.
Bei der Geistlichkeit muß man zwischen zwei Gruppen differenzieren, nämlich der aristokratischen Klasse, die aus den (Erz-) Bischöfen, Äbten und sonstigen Prälaten bestand und selbst Land, Leibeigene und Hörige besaß und an den Bauern durch die Kirchensteuer oder dem Handel mit Reliquien oder Ablaßbriefen verdiente, und der plebejischen Fraktion, zu der die Wanderprediger auf dem Land gehörten und welche eher arm war und die bei Aufständen der Bauern oft Theoretiker und Ideologen lieferte. Wenn im späteren die Rede vom Volkszorn gegen das Pfaffentum die Rede ist, so bezieht er sich nur auf die erstgenannte Klasse.

Unterhalb all dieser Klassen befand sich der Bauer und war er ein Leibeigener, so war er seinem Herrn, z.B. ein Fürst, Bischof, Kloster, oder eine Stadt, völlig ausgeliefert. Wenn er ein Höriger war, dann waren die gesetzlichen, vertragsmäßigen Abgaben enorm, denn er mußte den größten Teil seiner Zeit auf den Gütern des Herrn arbeiten und von dem was er sonst erwirtschaftete, waren noch Zehnte, Zins, Kriegssteuer, Landessteuer und Reichssteuer abzuführen. Die Gemeindeweiden und Waldungen waren meist ebenfalls im Besitz des Herren, sodass diesem das Jagd- und Holzrecht zustand.

Zusammenfassung: Die Fürsten werden mächtiger, der (niedere) Adel und die Ritterschaft ärmer, sodass diese begehrlich auf die Güter der Kirche schauen. Die Bauern befürchten in zunehmendem Maße Einschränkungen ihrer dörflichen Selbstverwaltung, größere Abhängigkeiten von ihrer Obrigkeit und weitere Erhöhungen ihrer Dienst- und Abgabenleistungen.

II. Vorläufer des großen Bauernkriegs zwischen 1493 und 1517:

Schon vor dem großen Bauernkrieg hatte es immer wieder Aufstände mit ähnlichen Zielen wie 1525 gegeben, wenn auch die Begründung eine andere war, denn bei den früheren Auflehnungen ging es hauptsächlich um das "gute, alte Recht", was es zu bewahren bzw. wiederherzustellen galt. Im Folgenden werde ich die beiden großen Vorläufer des deutschen Bauernkriegs, die diesen auch vorbereiteten, schildern, nämlich den Bundschuh und den Armen Konrad.
1. Der Bundschuh: Der Bundschuh wurde 1493 im Elsaß von Bauern und Plebejern als Geheimbund gegründet und hatte als Ziel, Verjährung von Schulden nach einer bestimmten Zeitspanne (Jubeljahr), Aufhebung der Zölle, Abschaffung der Ohrenbeichte und eigene, selbstgewählte Gerichte für jede Gemeinde. Zunächst wollte man jedoch eine Stadt namens Schlettstadt einnehmen, die Kloster- und Stadtkassen plündern und die Stadt als Hauptsitz für weitere Verschwörungen ausbauen. Das Zeichen des Bundes war ein Bauernschuh mit langen Bindriemen, der Bundschuh.

Der Plan konnte jedoch nicht in die Tat umgesetzt werden, da er vorzeitig verraten wurde und die Behörden die Verschworenen verhaftete. Diejenigen, die entkamen, flohen größtenteils in die Schweiz und nach Süddeutschland und versuchten zum Teil mit Erfolg den Bundschuh weiterleben zu lassen, was man am Bistum Speyer, zu welchem damals auch Bruchsal gehörte, sieht, wo 7000 Verschworene Pläne zur Abschaffung der Leibeigenschaft, Einziehung sämtlicher geistlicher Güter und Anerkennung des Kaisers als alleiniger Herr faßten. Zuerst wollten sie aber (ähnlich wie die Elsässer), Bruchsal erobern, um von dort ein Bundesheer zu organisieren, welches man dann gegen die benachbarten Fürstentümer schicken wollte. Diese Pläne scheiterten jedoch ebenfalls aufgrund eines Verrats, sodass auch hier Verhaftungen mit Hinrichtungen die Folge waren.
Ein gewisser Joß Fritz stellte den oberrheinischen Bundschuh aber wieder her, dessen Anhänger jetzt neben den Bauern auch Handwerksgesellen, Wirte, Landsknechte und sogar manche Adelige waren. Der Bereich der Verschwörung erstreckte sich über das Elsaß, Baden, bis nach Württemberg und an den Main. Die Ziele waren denen der beiden früheren Verschwörungen ähnlich und auch jetzt wollte man eine Stadt als Stützpunkt einnehmen, nämlich Freiburg (im Breisgau). Im Herbst 1513 sollten diese Pläne verwirklicht werden, doch da ein übereilter Versuch der Einnahme gemacht wurde und der Rat der Stadt durch Verrat über die Pläne informiert war, scheiterte auch dieser Aufstand, bevor er richtig begonnen hatte.
Dies war auch der letzte große Plan des Bundschuhs, später gab es noch einige Versuche, die jedoch alle entdeckt und im Keim erstickt wurden.

2. Der Arme Konrad: Nachdem die Verschwörung des Bundschuhs im Bistum Speyer aufgedeckt worden war und seine Mitglieder fliehen mußten, bildete ein Teil von ihnen in Schwaben den Kern eines neuen Bundes, der sich 1503 bildete und den Namen Armer Konrad annahm, da den Mitgliedern die Bezeichnung Bundschuh zu gefährlich schien. Trotzdem stand er in direkter Verbindung mit dem Bundschuh in Baden (Joß Fritz). Allerdings war der Arme Konrad im Gegensatz zum Bundschuh kein Geheimbund, denn er war dem einfachen Volk bekannt. Durch eine Reihe von Hungerjahren und die Erhöhung von Steuern auf Wein, Fleisch und Brot stieg die Zahl der Verbündeten. Schließlich war die Einführung einer Kapitalsteuer von einem Pfennig pro Gulden jährlich Ursache für den Ausbruch der Bewegung. Im Frühjahr 1514 wollten etwa 4000 Bauern die Stadt Schorndorf einnehmen, ließen sich jedoch von den Versprechen des Herzogs Ulrich dazu bewegen, wieder abzuziehen. Dieser versprach die neuen Steuern abzuschaffen und einen Landtag einzuberufen, wo die Beschwerden untersucht werden sollten.

Da die Anführer jedoch vermuteten, dass dies nur eine Finte des Herzoges sei, um Zeit zu gewinnen, um den Aufstand gewaltsam und ohne Zugeständnisse zu beenden, erhöhten sie den Druck auf ihn, sodass Herzog Ulrich den Landtag für den 25. Juni in Stuttgart einberufen mußte. Die Delegierten der Bauern und die Abgeordneten der Städte kamen jedoch schon am 18. Juni zusammen und beschlossen die Räte des Herzoges abzusetzen und die Klöster zu konfiszieren.
Herzog Ulrich reagierte darauf mit einem eigenen Landtag ohne Bauern in Tübingen, wo der Tübinger Vertrag verfaßt wurde, der dem Herzog einige Beschränkungen auferlegte, sonst aber den Bauern keinen Nutzen und vor allem keine Vertretung im Landtag zusicherte. Anschließend stellte er Truppen auf und stellte die Ruhe im Land, welches den Vertrag annehmen mußte, wieder her. Nur im Remstal, dem Gründungsgebiet des Armen Konrads, leisteten die Bauern weiter Widerstand, der sich mit der Zeit jedoch aufgrund von Lebensmittelmangel und zweideutigen Verträgen auflöste. Trotzdem überfiel Herzog Ulrich das Remstal und ließ etwa 1600 Bauern verhaften und 16 sofort enthaupten.
Damit war die Bewegung des Armen Konrads gescheitert.

Zusammenfassung: Es gab also auf deutschem Gebiet schon vor 1525 Bauernaufstände, die jedoch aufgrund von Verrat oder mangelnder Organisation keinen Erfolg hatten. Die Legitimation der Bauern für ihren Aufstand gegen ihre Grundherren lag in der Wiederherstellung des "guten, alten Rechts", was auf dem germanischen Recht gründete und in welchem die Bauern frei waren.

III. Der Adelsaufstand
Der Adel, der seinen Einfluß und seine Macht an die Fürsten verlor, und dessen finanzielle Verhältnisse eher schlechter als besser wurden, versuchte eine Säkularisierung der geistlichen Fürstentümer zu erreichen, um sich an deren Gütern zu bereichern. Ein bedeutender Verfechter dieser Politik war der Ritter Franz von Sickingen, ein begeisterter Anhänger Luthers, der unter der Losung "Evangelium, Freiheit, Gerechtigkeit" den Kampf gegen die "Pfaffenherrschaft" aufnehmen wollte und dessen Ziel es war, das geistliche Kurfürstentum Trier in ein weltliches zu verwandeln und sich selbst eine fürstliche Herrschaft zu errichten. So zog er mit einem Heer 1522 nach Trier, wo er allerdings durch die Truppen des Landgrafen von Hessen und des Kurfürsten von der Pfalz, die dem geistlichen Kurfürsten von Trier zur Hilfe gekommen waren, geschlagen wurde und -vom Adel, der durch diese Aktion der Fürsten eingeschüchtert worden war, im Stich gelassen- tödlich verwundet starb.

Zusammenfassung: Dem Adel gelingt es nicht die geistlichen oder weltlichen Fürstentümer zu stürzen; er wird nach Friedrich Engels Meinung in Zukunft "nur noch im Dienst und unter der Leitung der Fürsten auftreten".

IV. Der Schwäbisch-fränkische Bauernkrieg:
Engels bezeichnet folgendes als Anfang des Bauernkrieges:
Die Bauern aus der Landgrafschaft Stühlingen verweigerten Leistungen an den Landgrafen und zogen unter der Leitung von Hans Müller von Bulgenbach am 24. August 1524 nach Waldshut, wo sie mit den Bürgern eine evangelische Brüderschaft gründeten und von wo sie Boten zum Elsaß, der Mosel, dem ganzen Oberrhein und nach Franken schickten, um weitere Bauern in die Brüderschaft zu bringen. Als Ziel derselben forderten sie die Abschaffung der Feudalherrschaft, die Zerstörung aller Schlösser und Klöster und die Beseitigung aller Herren außer dem Kaiser. Als Bundfahne wählten sie die deutsche Trikolore.
Da dieser Aufstand sich im gesamten badischen Oberland ausbreitete und sich die Truppen des Adels in Italien im Krieg gegen Franz I. befanden, begann der Adel mit der Verzögerungstaktik, die im Kampf gegen die dezentralisierten und unorganisierten Bauern schon bei den früheren Aufständen seine stärkste Waffe gewesen war.
Da die Bauern 3500 Mann zusammengebracht hatten, der Adel aber nur 1700 Mann, welche dazu noch räumlich verstreut waren, zur Verfügung hatte, mußte der Schwäbische Bund, der aus den Fürsten, dem Adel und den Reichsststädten Südwestdeutschlands bestand, einen Waffenstillstand anbieten. Er versprach eine Untersuchung der Beschwerden durch das Landgericht von Stockach. Darauf gingen die Bauern auseinander. Ende Dezember begannen die Verhandlungen vor dem Stockacher Landgericht, welches allerdings nur aus Adligen zusammengesetzt war, wogegen die Bauern protestierten und der Streit von neuem ausbrach. Während sich die Verhandlungen in die Länge zogen, stellte der Schwäbische Bund Truppen auf. Während des Winters, in welchem sämtliche Kampfhandlungen ruhten, schlossen sich immer mehr Bauer im gesamten Gebiet zwischen Donau, Rhein und Lech den Aufständischen an.
Im Februar bildeten sich unter anderen 4 Bauernheere, welche sich "Baltringer Haufen", "Seehaufen", "Unterallgäuer-" und "Oberallgäuer Haufen"nannten. Letzterer verfaßte am 7. März 1525 in Memmingen die "12 Artikel". Alle vier Heere, die insgesamt 30.000 Mann stark waren, nahmen die 12 Memminger Artikel an.
Der Charakter dieser Bauernhaufen war unterschiedlich: Der revolutionäre Teil, der den Ideen Münzers folgte, war überall in der Minderheit, bildete jedoch den Kern und Halt des Aufstands, da die Masse der Bauern immer bereit war, mit dem Adel Kompromisse einzugehen, wenn dieser nur Zugeständnisse in Aussicht stellte. Abgesehen davon hatten die Mehrheit der Bauern keine große Ausdauer, sodass viele, wenn sich die Sache in die Länge zu ziehen begann, nach Hause gingen. Dazu kam noch ihre taktische Unzulänglichkeit und der Mangel an guten Führern. Dies führte dazu, dass sie den organisierten Heeren der Fürsten unterlegen sein mußten, obwohl sie zahlenmäßig durchaus in der Mehrheit sein konnten.
Zu diesem Zeitpunkt aber hatten die Fürsten ihre Heere noch nicht gesammelt, sodass es den Bauern gelang den Schwäbischen Bund in Bedrängnis zu bringen. Denn wenn diese 4 Haufen gegen die Truppen von Truchseß vorgegangen wären, der sich gerade im Kampf gegen den "Schwarzwald-Hegauer Haufen" befand, der von einem Herzog angeführt wurde und dessen Ziele radikaler als die der 12 Artikel war und welcher Stuttgart einnehmen wollte, so hätte Truchseß und mit ihm der Schwäbische Bund verloren.
Da Truchseß jedoch den Charakter der Bauernheere kannte, gelang es ihm mit den 4 Haufen einen Waffenstillstand abzuschließen und einen Termin (der 2. April 1525, Sonntag Judika) festzusetzen, an welchem die Forderungen verhandelt werden sollten. Danach konnte er gegen den Schwarzwald-Hegauer Haufen vorgehen und Stuttgart zurückerobern. Anschließend zog er nach Ulm, um dort Verstärkung zu sammeln.
Der Schwäbische Bund, der nun wieder handlungsfähig war, stellte sofort Truppen zusammen, um gegen die Bauer trotz des Waffenstillstandvertrags vorzugehen. Bevor die Bauern ihre Forderungen, die 12 Artikel, den berufenen Schiedsrichtern vorlegen konnten, erfuhren sie von dem Vertragsbruch der Gegenseite und dem Herannahen der Truppen. Darauf nahmen sie neben den "12 Artikeln" noch den "Artikelbrief" in ihr Programm auf, der alle Bauernschaften aufforderte, in die "christliche Vereinigung und Brüderschaft" einzutreten, um alle geistlichen Güter zu konfiszieren, die Kleinodien zur Aufbesserung der Kriegskasse zu verkaufen und alle Schlösser zu verbrennen. Danach beschlossen sie in einer Generalversammlung ihre vier Haufen neu zu organisieren, sodass der Sonntag Judika, der ursprünglich der Tag des Friedensschlusses werden sollte, von Engels als Datum der "allgemeinen Erhebung" bezeichnet wird, da am 2 April 1525 auch in den Gegenden im Odenwald, in Unter- und Mittelfranken, in Württemberg und am Neckar das Zeichen zum Aufstand, also der Zerstörung von Schlössern und Klöstern, gegeben wurde.

Anmerkung: Friedrich Engels schildert nun detailliert die Bewegungen von jedem einzelnem Haufen, ich werde nur beispielhaft die wichtigsten Züge nennen.

In Franken vereinigten sich die Neckartaler, geführt von Jäcklein Rohrbach, und das Bildhäuser Bauernlager, geführt von Georg Metzler und einem Adligen namens Wendel Hipler, der laut "dtv-Atlas zur Weltgeschichte" die 12 Artikel verfaßte, zum "hellen Haufen" und organisierten Streifzüge gegen Schlösser und Klöster. Der helle Haufen war 8000 Mann stark und mit Kanonen und 3000 Handbüchsen ausgerüstet. Der Ritter Florian Geyer, den unser Geschichtsbuch (8.Klasse) als "politisch herausragenden Führer" bezeichnet, schloß sich diesem Bauernheer freiwillig an und bildete die "Schwarze Schar", die laut Engels ein "Elitekorps" war.
Der helle Haufen zog zum Schloß des württembergischen Grafen von Helfenstein, da dieser alle Bauern in seinem Gebiet töten ließ. Florian Geyer stürmte das Schloß und der Rest eroberte nach langem Kampf die dazugehörige Stadt Weinsberg. Jäcklein Rohrbach saß am 17. April 1525 über dem gefangenen Graf und seinen Rittern Gericht und ließ sie anschließend durch die Spieße der Bauern jagen, was unser Geschichtsbuch (8.Klasse) als "Ausnahme" bezeichnet. Die Einnahme von Weinsberg und die Hinrichtung von Graf Ludwig veranlaßten die Grafen von Löwenstein der Bauernverbindung beizutreten und die Grafen von Hohenlohe den Bauern Geschütze und Pulver zu liefern.
Anschließend beschlossen die Führer des hellen Haufens Götz von Berlichingen zum Hauptmann zu nehmen (bzw. ihn dazu zu zwingen, da dieser zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon wußte), weil dieser noch mehr Adel zu ihnen bringen könnte.

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